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Dr.med. Christian Berzen
Arzt für Augenheilkunde
informiert
Definition der häufistgen Krankheitsbilder

Unter Glaukomen wird eine Gruppe von Augenkrankheiten verstanden, die in späten Stadien die Nervenzellen der Netzhaut (Retina) und des Sehnerv schädigen können. Die Folge sind Gesichtsfeldausfälle, die typische Formen annehmen. Man unterscheidet primäre von sekundären Glaukomen, sowie Offen- (am häufigsten vorhanden) und Engwinkelglaukome, je nach Konfiguration des Abflußkanales in der vorderen Augenkammer. Wenn Glaukome nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden, können sie zu einer langsam fortschreitenden Beeinträchtigung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. Eine glaukomatöse Erkrankung verläuft meist unerkannt über viele Jahre und verschiedene Stadien hinweg.
Auch in Industrienationen mit guter medizinischer Versorgung bleiben ca. 50% aller Glaukome unerkannt. Erst in späteren Stadien stellen sich erhebliche Beeinträchtigungen des Sehvermögens ein. Die Betroffenen bemerken Gesichtsfeldausfälle allerdings erst mit vorangeschrittener Erkrankung eindeutig als eine Sehbehinderung. Eine stattgefundene Sehnervschädigung ist nicht mehr reparierbar, so daß lediglich ein Fortschreiten der Erkrankung durch eine konsequente drucksenkende Therapie aufgehalten werden kann. Früherkennung ist daher bei der Glaukombehandlung entscheidend! Sprechen Sie uns an!

Die diabetische Retinopathie ist in Europa und Nordamerika die häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen 20 und 65 Jahren. Nach 20 Jahren Krankheitsdauer zeigen sich bei 90 % der Diabetiker Zeichen der Erkrankung am Augenhintergrund. Bei Typ-I-Diabetikern treten erste Veränderungen im Mittel nach 10-13 Jahren auf. Bei optimaler Kontrolle und Behandlung führt die Erkrankung nur in 5 % der Fälle zu einer schweren Einschränkung des Sehvermögens. Im Schnitt erblinden dafür 2 % aller Diabetiker an der Retinopathie. Typ-I-Diabetiker erkranken mit 40 % rund doppelt so häufig wie Typ-II-Diabetiker. Allerdings zeigen 5 % aller Altersdiabetiker bei Erstdiagnose der Zuckerkrankheit bereits retinopathische Veränderungen. Die erfolgreiche Behandlung der diabetischen Retinopathie hängt von der frühen Diagnose des Diabetes mellitus, der frühzeitigen Diagnose der Retinopathie und der konsequenten Therapie ab. Bei rechtzeitiger Therapie kann ein Fortschreiten und damit ein Sehverlust verhindert werden. Da die diabetische Retinopathie lange fortschreiten kann, ohne wesentliche Beschwerden zu verursachen, sollte der Diabetiker grundsätzlich einmal im Jahr zum Augenarzt gehen. Sollten sich Anzeichen einer diabetischen Augenerkrankung zeigen, sollten die Untersuchungen in kürzeren Zeitabständen (in der Regel alle 3-6 Monate) wiederholt werden. Bei einer akuten Verschlechterung des Sehvermögens, neu auftretenden Problemen beim Lesen, der Farbwahrnehmung oder Erscheinungen wie Rußregen sollte eine unmittelbare augenärztliche Untersuchung erfolgen. Bei Diabetikerinnen, die eine Schwangerschaft planen, sollte der Blutzucker schon vor der Schwangerschaft optimiert und während der Schwangerschaft intensiv überwacht werden (siehe auch Schwangerschaftsdiabetes). Vor Beginn der Schwangerschaft, sonst so früh wie möglich nach Eintritt, sollte eine augenärztliche Untersuchung durchgeführt werden, da die hormonellen Veränderungen zu einer Verschlechterung des Augenbefundes führen können. Bei 10-26 % der Patientinnen, bei denen vor der Schwangerschaft keine oder nur eine geringe Retinopathie vorgelegen hat, kommt es zu einer Verschlechterung des Befundes.
Über evtl. notwendige Behandlungsmaßnahmen beraten wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

Die Makula (auch "gelber Fleck") ist die medizinische Bezeichnung für die Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte.

Makuladegeneration bezeichnet eine Gruppe von Erkrankungen, die die Makula lutea der Netzhaut betreffen und mit einem allmählichen Funktionsverlust des dort befindlichen Gewebes einhergehen.
Bei der altersbedingten Makuladegeneration wird zwischen zwei Formen unterschieden: Die trockene und die feuchte AMD.
Bei der trockenen AMD kommt es zu Ablagerungen in der Netzhaut (sog. Drusen), während bei der feuchten Makuladegeneration Flüssigkeit in die Netzhaut eindringt.

Früherkennung der AMD
Aufgrund fehlender Heilungsmöglichkeiten kommt der Früherkennung -insbesondere der feuchten Form- der altersbedingten Makuladegeneration eine enorme Bedeutung zu, um durch rechtzeitige Behandlung den Krankheitsverlauf der Makuladegeneration möglichst zu verlangsamen oder zu stoppen. Auch eine Verbesserung der Sehfähigkeit bei rechtzeitiger Behandlung der AMD ist möglich.

Heilung / Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration
Eine Heilung der altersbedingten Makuladegeneration ist (noch) nicht möglich. Es gibt allerdings wesentliche Erfolge bei der Behandlung der AMD.
Vorbeugung
Zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen die AMD gehört eine gesunde Ernährung, Schutz vor starker Belastung der Augen durch Sonnenlicht sowie der Verzicht auf Rauchen. Einige Vitamine (die in hochdosierter Form auch teilweise bei der Behandlung der AMD eingesetzt werden) sollen ebenfalls zum Schutz gegen die altersbedingte Makuladegeneration beitragen.

Nahrungsergänzungsmittel bei altersbedingter Makuladegeneration
Die Wirksamkeit der Zugabe von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln ist derzeit Gegenstand intensiver ärztlicher Forschung. Die Pharmaindustrie bietet inzwischen zahlreiche Präparate an, die aufgrund ihrer speziellen Zusammensetzung bei der Prophylaxe und bei der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration helfen sollen.
Generell gilt:
Es gibt keine Vorsorge, die einen sicheren Schutz gegen die altersbedingte Makuladegeneration bietet. Vorsorge, Früherkennung und rechtzeitige Behandlung können jedoch den Verlauf der altersabhängigen Makuladegeneration günstig beeinflussen.

Bei der feuchten Makuladegeneration gibt es seit einigen Jahren wirksame sogenannte Anti-VEGF-Injektionen, die direkt in das Auge injiziert werden und in der Regel in 3 monatigen Intervallen wiederholt durchgeführt mit abschließender angiografischer Befunderhebung und Schichtaufnahmen (OCT) dokumentiert werden. Über die für jeden Patienten adäquate Behandlungsmethode klären wir Sie gerne auf.
Weitere Erkrankungen des hinteren Augenabschnittes, wie z.B. Gefäßverschlüsse, Netzhautforamina und andere Makulaerkrankungen werden von uns untersucht und ggf. behandelt. Wir beraten Sie gerne und ausführlich über die geeigneten Behandlungsmethoden.


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